VOLUMENTHERAPIE
Dem Schock beim Polytraumatisierten liegt fast immer eine Hypolvolämie zugrunde!
Rascher Volumenersatz ist deshalb die adäquate Therapie für die schockbedingte Mirkozirkulationsstörung!
STANDARTMASSNAHMEN BEIM POLYTRAUMA
- 2-3 großlumige periphere Zugänge sind ausreichend (subclavia ZVK nur als ultima ratio)
- bei Säuglingen und Kleinkindern intraossäre Infusion möglich
- zum Volumenersatz werden kolloidale und kristalloide Lösungen im Verhältnis 1:1 empfohlen
- z.Zt. haben sich HÄS 200.000 6-10% und Ringer-Lactat Lösungen weitgehend durchgesetzt
Als innovatives Therapieprinzip befindet sich die „small Volume Resuscitation“ mit 250ml einer hypertonen (7,2% NaCl) und hyperonkotischen (10% Dextran oder HÄS) Lösung, nach überzeugenden experimentellen Studien, im Stadium erster klinischer Pilotstudien. Signifikante Vorteile lassen sich bisher nur für Untergruppen, wie Schock und SHT, belegen. Nachteile treten möglicherweise bei nicht unter Kontrolle befindlichen Blutungen auf